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Gelber Tee - Teerarität aus China

Alle Informationen über Gelben Tee: Geschichte, Herstellung und Zubereitung

Im Unterschied zum Grünen Tee werden die Teeblätter nach dem Erhitzen nicht sofort verarbeitet, sondern ruhen gelassen. Je nach Sorte des gelben Tees werden die erhitzten Teeblätter verpackt in Stoff oder Papier liegengelassen oder erst bzw. nochmals nach der Weiterverarbeitung ruhen gelassen. Anschließend werden sie je nach Sorte einfach oder mehrfach getrocknet. Gelber Tee beruht auf einer langen Tradition in China. Anbau, Ernte und Produktion liegen auch heute noch überwiegend in den Händen von Mönchen, die viel Wissen und Geschick bei der Herstellung einbringen.

Was ist gelber Tee? 

Der gelbe Tee trägt seinen Namen aufgrund seines strohfarbenen Aufgusses. Die Herstellung ist fast identisch wie die des Grüntees, allerdings gibt es bei der Herstellung des Gelben Tees einen besonderen zusätzlichen Schritt, den man "men huan" oder "gelbe Versiegelung" nennt. Im zeitigen Frühjahr werden die Knospen oder Spitzen der Teeblätter in einer Pfanne über einem Feuer erhitzt, eingehüllt in ein spezielles Tuch. Dieser Schritt wird in bestimmten Abständen über einen Zeitraum bis zu drei Tagen wiederholt. Behutsam lässt man die zarten Blätter oxidieren, bevor sie schließlich langsam über Holzkohle geröstet werden.

Dieser Prozess gibt die Aromen in die Knospen hinein und schafft einen aromatischen und reiferen Tee, frei von dem "grasigen" und astringierendem Geschmack, den man häufig in grünen Tees findet. Da Gelber Tee im Westen eine Rarität ist, sollte man beim Einkauf des Tees im Westen gut aufpassen. Denn: Grüner Tee niedriger Qualität wird in Europa teilweise als Gelber Tee verkauft. Auch Korea produziert einen Gelben Tee, der zum einen nicht verwandt ist mit dem chinesischen Gelben Tee und auch nicht mit dem gleichen aufwändigen Prozess hergestellt wird. Gelber Tee ist ebenfalls bekannt als: Huang Ya; verschiedene Sorten, wie beispielsweise auch Jun Shan Yin Zhen (Hunan), Mo Gan Huang Ya (Zheijiang) und Meng Ding Huang Ya (Sichuan). 

Gelber Tee - Herkunft

Dieser seltenste der sechs verschiedenen Teesorten, der Gelbe Tee, wird ausschließlich in China hergestellt. Jun Shan, Gerüchten zufolge der Lieblingstee des Präsidenten Mao, wäst nur auf den in Nebel gehüllten Hügeln der Insel Jun Shan, eine 1km breite Insel, die nur 500kg Tee im Jahr produziert. Die Pflücker sammeln nur die Knospen, indem sie diese mit einer Drehung vom Stiel ablösen. Man benötigt 60.000 dieser vorsichtig geernteten Knospen um einen Ertrag von nur einem Kilogramm Jun Shan Yin Zhen zu erhalten.

Da die Herstellung schwierig und zeitintensiv ist, wurde gelber Tee in erster Linie von den Einheimischen konsumiert. Als die Nachfrage nach leichter herzustellendem Grüntee im Westen stieg, haben viele die Produktion des Gelben Tees zu Gunsten des Grüntees eingestellt und das Wissen um die Herstellung von qualitativ hochwertigem Gelben Tee ging in China vielerorts verloren. Es gibt jedoch in China glücklicherweise einige alte Teemeister die noch über das Wissen um Fertigkeit zur Herstellung des gelben Tees verfügen.

Gelber Tee - Zubereitung

Für die Zubereitung des Gelben Tees eignen sich besonders Gaiwan oder eine kleine Teekanne aus Glas oder Porzellan. Es ist wichtig darauf zu achten, dass das Wasser eine Temperatur zwischen 80 und 85 Grad hat.

Benutzt man einen Gaiwan, wird dieser vorher angewärmt und dann zu einem Drittel (5g Tee) mit Teeblättern gefüllt. Je nach Persönlichem Geschmack kann man einen einzigen Aufguss von ca. 3 Minuten Ziehzeit oder 3-4 kurze Aufgüße mit einer Ziehzeit von je 30-40 Sekunden machen.

Europäische Zubereitungsart: 2-3g auf 250 ml, 80°C heißes Wasser, 3 Minuten Ziehzeit.
Traditionelle Zubereitungsart: 5g auf 150-250 ml, 80°C heißes Wasser, bis zu 3-4 Aufgüsse je 30-40 Sekunden Ziehzeit

Gelber Tee eignet sich hervorragend für mehrere Aufgüsse. Die Ziehzeit verlängert sich etwas mit jedem weiteren Aufguss. 
Teegeschirr: Grundsätzlich eignet sich jedes Teegeschirr, doch ist es ein besonderes Erlebnis der Teezubereitung das Sich-Entfalten der Teeblätter in einer Glaskanne betrachten zu können.
 


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