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Die Teesorte "Oolong"

Oolong ist einer der faszinierendsten und vielseitigsten Teesorten. Seine Herstellung ist sehr komplex und erfordert viel Erfahrung und Feingefühl des Teemeisters. Je nach dem Fermentationsgrad unterscheidet man zwischen leicht fermentierten und stark fermentierten Oolongs. Nach der Form des Blattes werden Blatt-Form und Kugel-Form unterschieden. Der Ursprung liegt in der Provinz Fujian in China.

 

Ursprung von Oolong-Tee

Mit der Kenntnis über Oxidationsprozesse entwickelten Mitte des 16. Jahrhunderts chinesische Mönche eine neue Teesorte: den Oolong. Den Ursprung nahm diese neue Sorte im Wuyi Gebirge und in Anxi (Fujian), wo die Herstellung bis ins 17. Jahrhundert perfektioniert wurde.

Von diesen Gebieten verbreitete sich der Oolong Tee über ganz China. Ende des 17. Jahrhunderts brachten chinesische Emigranten aus Wuyi und Anxi die Oolong Pflanzen und das Herstellungsverfahren nach Taiwan. Bis heute ist Taiwan berühmt für seine großartigen Oolong-Tees.

Oolong ist in der Teefamilie zwischen dem Grünen und Schwarzen Tee einzuordnen. Im Gegensatz zu den Schwarztees sind die Teeblätter nur zum Teil oxidiert. Beträgt der Oxidationsgrad zehn bis 45 Prozent, spricht man von einem grünen Oolong, dessen Geschmack sehr dem grünen Tee ähnelt (z.B. Anxi Tie Guan Yin). Bei Oxidationsgraden von bis zu 70 Prozent, spricht man von einem dunklen Oolong Tee. Im Geschmack sind diese sehr nah an den Schwarzen Tees (z.B. Phoenix Oolong).

Den Geschmack der grünen Oolong Tees kann man als delikat mit vielen blumigen Nuancen beschreiben, während dunkle Oolong Tees mehr Komplexität bieten: von Edelholz bis reifen Früchten und dezenter Süße. Keine andere Teesorte bietet so einen Reichtum an Geschmacks-Nuancen und Aromen wie Oolong Tee.


 

Anbau und Herstellung von Oolong-Tee

Teepflanzen
Für die Oolong Herstellung wird eine besondere Varietät der Camelia Sinensis verwendet. Die Teepflanzen haben größere Blätter. Es gibt etwa 20 verschiedene Kultivare der Oolong Pflanze.

Wichtigste Anbaugebiete
Fujian, Wuyi, Anxi, Chao Zhou und andere Gebiete in Süd-West China. Aus Li Shan, Wenshan, Alishan, Dong Ding in Taiwan kommen einige der besten Oolongs.

Pflückung
Für Oolong Tee werden im Gegensatz zu anderen Teesorten reifere Teeblätter gepflückt. Auch das vierte Blatt wird oft für Oolong Tee mitgepflückt. Die besten Qualitäten werden im Frühling und im späten Herbst produziert.

Verarbeitung
Für den Oolong-Tee müssen die Teeblätter zunächst nach dem Pflücken in der Sonne leicht welken. Danach werden sie in einem Raum zum Ruhen gelagert. Anschließend findet die Fermentation statt. Die Blätter werden immer wieder leicht gerieben, geschüttelt, oder in Trommeln gedreht, sodass der austretende Saft mit dem Sauerstoff der Luft reagiert, jedoch nicht so lange wie beim Schwarzen Tee. Sobald der gewünschte Grad der Oxidation erreicht ist, werden die Teeblätter erhitzt, um die weitere Fermentation zu stoppen.

Gerösteter Oolong
Noch vor 30-40 Jahren standen den meisten Teebauern noch keine technischen Hilfsmittel wie Klimageräte zur Verfügung, um den Oolong zu produzieren. Die Qualität des Tees war von Regen und Wolken, von der Hitze und Feuchtigkeit sowie den Fähigkeiten des Teebauern abhängig. Viele gerollte Oolong Tees wie Tie Guan Yin, Ali Shan oder Dong Ding wurden geröstet, um den Tee haltbar zu machen. Der klassische Tie Guan Yin zum Beispiel war dunkel im Aufguss mit sehr intensiven fruchtigen Nuancen.

Gelagerter Oolong
Oolong Tee kann über Jahre gelagert werden. Die richtige Lagerung verändert den Geschmack des Tees, macht ihn komplexer und geschmeidiger. Um den Tee nach langer Lagerung aufzuwecken, wird der Oolong ebenfalls geröstet.

Zubereitung von Oolong-Tee

Die traditionelle Zubereitung von Oolong Tee nach der Gong Fu Cha Methode benötigt einen Gaiwan oder ein kleines Teekännchen (ca. 150-200 ml) mit 100 °C heißem Wasser:

  1. Gießen Sie kochend heißes Wasser in den Gaiwan oder das Teekännchen und in die Servierkanne, um diese vorzuwärmen.
  2. Nach ein paar Sekunden gießen Sie das Wasser ab, und geben Sie die nötige Menge der Oolong-Teeblätter in den Gaiwan oder das Kännchen. Der Boden soll dabei mit den Teeblättern vollständig bedeckt werden. Gießen Sie die Teeblätter auf.
  3. Nach wenigen Sekunden gießen Sie das Wasser erneut ab und genießen Sie kurz den Duft der Teeblätter.
  4. Gießen Sie erneut die Blätter mit kochend heißem Wasser auf. Die Ziehzeiten unterscheiden sich hier abhängig von der Teesorte. Die ersten zwei Aufgüsse dauern ca. 20 bis 60 Sekunden. Weitere Aufgüsse können bis zu 3 Minuten dauern.
  5. Gießen Sie den Tee in das Servierkännchen, um das weitere Ziehen des Oolong-Tees zu verhindern.
  6. Gießen sie nun Ihren Oolong Tee aus dem Servierkännchen in die Tasse und genießen Sie den Tee.
  7. Wiederholen Sie den Aufguss, bis die Teeblätter keinen Geschmack mehr geben.

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