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Die Teepflanze | Weißer Tee | Grüner Tee | Gelber Tee | Oolong | Schwarzer Tee | Pu Erh

Die Teesorte "Pu Erh" (Puerh, Pu Er, Puer)

Pu Erh ist einzigartig. Sein Aroma und seine Struktur haben eine gewisse Anziehungskraft. In der langen chinesischen Teegeschichte nimmt der Pu-Erh Tee, der zu den ältesten Sorten zählt, eine besondere Stellung ein. Viele Mythen ranken sich um diesen geheimnisvollen Tee. Der seit der Han-Dynastie (25-220 n. Chr.) in einem aufwändigen und zeitintensiven Verfahren gewonnene und nachgereifte Tee wurde traditionell dem Kaiser als erlesenes Präsent dargeboten und war über viele Jahrhunderte der Aristokratie vorbehalten. Zu manchen Zeiten diente die Kostbarkeit sogar als Zahlungsmittel, das durchaus mit Gold aufgewogen wurde.

Traditionell wird Pu Erh aus den Blättern von alten wildwachsenden Teebäumen gewonnen, die in Südwest China in der Provinz Yunnan, aber auch an den tropischen  Grenzgebieten zu Burma, Vietnam und Laos wachsen. Die Blätter sind wesentlich größer als bei den anderen Teepflanzen und haben eine etwas andere chemische Zusammensetzung.

Pu Erh gibt es in unzähligen Varianten. Nicht nur unterschiedliche Formen und Größen gibt es, sondern auch unterschiedliche Fermentationsgrade, Blattqualitäten, Alter, Lagerungsarten. Grundsätzlich werden die folgenden Pu Erh Arten unterschieden:

  • Grüner Pu Erh (auch bekannt als heller Pu Erh, Uncooked Pu Erh, Raw Pu Erh, Sheng) – die Blätter werden in Form gepresst ohne vorher fermentiert zu werden. Sheng Pu Erh kann über Jahrzehnte hinweg gelagert werden, bevor er vertrieben wird. Dabei wird die Fermentation nicht unterbrochen und der Tee gewinnt mit der Zeit am Geschmack und Volumen.
  • Dunkler Pu Erh (auch bekannt als Ripe Pu Erh, Cooked Pu Erh, Shou) wird einer speziellen Behandlung unterzogen, die künstlich den Alterungsprozess beschleunigt und sogar die Gärung gewährleistet.

Herstellung
Die Vorstufe beider Pu Erh Arten ist die "Máochá". Die frisch gepflückten Blätter werden sehr behutsam behandelt, um Bruch und ungewünschte Fermentation zu vermeiden. Je nach Wetterbedingungen werden sie entweder unter der Sonne oder an einem gut gelüfteten Platz zum Welken ausgelegt, um den Wassergehalt zu reduzieren. Bei Regen wird das Blattgut mit Hilfe von Heißluft gewelkt: dieser feine Unterschied in der Herstellung beeinflusst  die Qualität von "Máochá" und später von Pu Erh wesentlich . Nach dem Welken werden die Blätter in großen Woks oder Eisen-Pfannen geröstet, dabei wird die Aktivität der Enzyme (Fermentation) gestoppt. Der "Máochá", ein Grüner Tee, ist entstanden.
Nun werden die Blätter entweder als „grüner unverarbeiteter Pu Erh“ in seine Form gepresst, wo er über Jahre natürlich reift, oder er wird zum „künstlich gereiften“ Pu Erh weiterverarbeitet.
Für die künstliche Alterung des Shou Pu Erh werden die Teeblätter bestimmten Prozessen wie „feuchtes aufeinander Schichten“ unterzogen, um so den Tee schneller altern zu lassen. Dieses Verfahren wurde entwickelt, um den natürlich gereiften grünen Pu Erh zu imitieren. So ein Tee kann bereits nach ein paar Wochen verkauft werden.

Geschmack
Die jungen grünen Pu-Ehr Tees haben einen sehr aromatischen Aufguss mit einer leichten, aber klar ausgeprägten Kampfernote, schmecken nach  Kräutern oder haben blumige Nuancen.  Oft sind die Aromen von getrockneten Früchten wie Pflaumen zu erkennen. Manchmal können die Tees durchaus bitter sein, hinterlassen trotzdem einen angenehmen süßlichen Nachgeschmack.
Die gereiften Pu Erhs dürfen aber niemals schimmelig und muffig schmecken. Der Geschmack sollte sehr weich sein mit einem Hauch von Herbe und ohne säuerliche Elemente. Der Aufguss ist sehr stark und dick.

Heilwirkung
Viele Mythen ranken um die gesundheitlichen Wirkungen des Pu Erh Tees. Es wird gepriesen, dass er die Verdauung unterstützt und die Fettverbrennung anregt, den Cholesterinwert senkt und sogar den unangenehmen Nebeneffekten von hohem Alkoholkonsum entgegenwirkt.  Weder diese noch andere Wirkungen wurden jemals wissenschaftlich nachgewiesen.

 


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