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Hibiskus, Hagebutte, Malve - Einfach erklärt

Hibiskus Früchtetee als Ice Tea Variante

Hibiskus, Malve und Hagebutte gehören zu den beliebtesten Zutaten vieler Früchte- und Kräutertee-Mischungen. Sie verleihen dem Aufguss nicht nur eine intensive Farbe, sondern auch ganz unterschiedliche Aromen. Doch auch als purer Kräutertee überzeugen die drei Pflanzen mit ihrem eigenen Charakter. Was unterscheidet Hibiskus, Malve und Hagebutte eigentlich voneinander? Hier erfährst du mehr über Geschmack, Farbe und Besonderheiten dieser beliebten Teezutaten.

Lesezeit: 4-5 Minuten

Häufig werden Hibiskus, Hagebutte und Malve miteinander verwechselt. Tatsächlich handelt es sich um drei verschiedene Pflanzen und Pflanzenbestandteile.

Was ist die Hagebutte?

Die Hagebutte ist die Frucht verschiedener Wildrosenarten. Für Tee wird vor allem die Frucht der Hundsrose (Rosa canina) verwendet. Hagebutten sind von Natur aus reich an Vitamin C und verleihen dem Aufguss ihren typisch fruchtig-säuerlichen Geschmack. Gleichzeitig sorgen sie für die charakteristische Farbe vieler Früchtetees.

Für die Teezubereitung werden in der Regel die getrockneten Fruchtschalen verwendet. Im Inneren der Hagebutte befinden sich Samen mit feinen Härchen, die Hautreizungen verursachen können und deshalb vor der Verarbeitung entfernt werden.

Hagebutten finden nicht nur in Teemischungen Verwendung. Auch Hagebutten-Pulver erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit und wird häufig in Smoothies, Müslis, Porridge, Joghurt oder Fruchtbowls verwendet. Für die Herstellung kommen überwiegend reife Früchte zum Einsatz, die für ihren ausgewogenen, fruchtigen Geschmack geschätzt werden.

Was ist Hibiskus?

Hibiskus gehört zur Familie der Malvengewächse und wird weltweit in zahlreichen Arten kultiviert. Für Hibiskustee wird überwiegend Hibiscus sabdariffa verwendet. Im Handel sind die getrockneten Pflanzenteile häufig als Hibiskusblüten bekannt. Verwendet werden jedoch vor allem die fleischigen roten Blütenkelche, die dem Tee seine intensive Farbe und den charakteristisch fruchtig-säuerlichen Geschmack verleihen.

Hibiskus ist vor allem für seine leuchtend rote Tassenfarbe und seine erfrischende Säure bekannt. Deshalb gehören Hibiskusblüten zu den beliebtesten Zutaten vieler Früchtetees. Während Hagebutte vor allem fruchtige und leicht süßliche Noten beisteuert, sorgt Hibiskus für die charakteristische Säure und die intensive rote Farbe des Aufgusses. Viele Teetrinker verbinden den typischen Geschmack von Früchtetee mit Hagebutte, obwohl dieser häufig maßgeblich vom Hibiskus geprägt wird.

Hibiskus hat in vielen Ländern eine lange Tradition als Getränk. In Ägypten ist er als Karkadeh bekannt, während er in Teilen Lateinamerikas unter dem Namen Agua de Jamaica zubereitet wird. Seine intensive rote Farbe und die erfrischende Säure werden weltweit geschätzt.

Geheimtipp Weißer Hibiskus: Neben den bekannten roten Sorten gibt es auch weißen Hibiskus (Weiße Roselle). Da die hellen Blütenkelche deutlich weniger Farbstoffe enthalten, fällt der Aufguss heller aus und schmeckt meist milder als klassischer Hibiskustee.
Weißen Hibiskus findest du unter anderem in unserem Bio-Früchtetee Next to You in Malibu.

Hibiskus Blüten Tee

Was ist Malve?

Im Gegensatz zu Hibiskus und Hagebutte steht die Malve weniger für Säure als für ihre milde, weiche Art. Für Malventee werden überwiegend die Blüten der Wilden Malve (Malva sylvestris) verwendet. Botanisch ist sie eng mit dem Hibiskus verwandt, denn beide Pflanzen gehören zur Familie der Malvengewächse. Die Wilde Malve zählt zudem zu den ältesten bekannten Nutzpflanzen Europas und wird seit Jahrhunderten in Kräutergärten kultiviert.

Charakteristisch ist ihre blau-violette Farbe, die dem Aufguss je nach Mischung einen zarten violetten Farbton verleihen kann. In Kombination mit anderen Kräutern, Blüten oder Früchten entstehen dabei oft unterschiedliche Farbnuancen.

Geschmacklich ist Malve deutlich zurückhaltender als Hibiskus und bringt lediglich feine blumige Noten mit. Ihre besondere Eigenschaft liegt in den natürlichen Pflanzenstoffen, die für ein angenehm weiches Mundgefühl sorgen. Gerade deshalb werden Malvenblüten häufig mit aromatischeren Kräutern und Blüten kombiniert.


Wilde Malve: Die besondere Verwandte des Hibiskus

Die Wilde Malve (Malva sylvestris) gehört wie der Hibiskus zur Familie der Malvengewächse, unterscheidet sich jedoch deutlich in Geschmack und Aussehen. Während Hibiskus für seine kräftige Säure bekannt ist, schmeckt Wilder Malventee angenehm mild und blumig.

Eine Besonderheit der Wilden Malve ist ihre Farbe. Anders als Hibiskus ergibt sie keinen roten, sondern einen blau-violetten Aufguss. Verantwortlich dafür sind die Blüten der Pflanze, die nach dem Trocknen ihren charakteristischen dunkelblauen Farbton entwickeln.

Traditionell wird Wilder Malventee häufig als Kaltauszug zubereitet. Dabei verbleiben die Blüten und Blätter mehrere Stunden im Wasser. Diese schonende Zubereitung wird vor allem geschätzt, um die natürlichen Pflanzenstoffe der Malve möglichst vollständig in den Aufguss zu überführen.

Fazit 

Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Malve, Hibiskus und Hagebutte werden häufig gemeinsam in Tee- und Früchteteemischungen verwendet, unterscheiden sich botanisch jedoch deutlich voneinander. Während Malve und Hibiskus zur Familie der Malvengewächse gehören, ist die Hagebutte die Frucht verschiedener Wildrosenarten.

Auch geschmacklich zeigen sich Unterschiede. Hibiskus sorgt für die typische rote Farbe und die fruchtige Säure vieler Früchtetees, Hagebutte bringt fruchtige Noten mit und die Malve überzeugt durch ihren milden Charakter. Eine Besonderheit ist die Wilde Malve, deren Aufguss blau-violett schimmern kann und sich damit deutlich von Hibiskus und Hagebutte abhebt.


Tee-Magazin