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Kumaen Teegarten

Kumaen Teegarten Teefeld in natürlicher Umgebung für besten Tee aus Japan
Kumaen Teegarten Teefeld in natürlicher Umgebung für besten Tee aus Japan
Teefarm: Yamecha Kumaen Teegarten
Teemeister: Masahiro Kuma (3. Generation)
Terroir: Bergige Lagen in Yame, morgendlicher Nebel, hohe Niederschläge, zwischen Flusstälern, mineralische Böden mit Phyllit, kristallinem Schiefer und Feldspatgestein.
Höhenlage: ca. 300 m ü.d.M.

Anbau:

Traditioneller japanischer Teeanbau mit Schwerpunkt auf Yame Gyokuro, Strohabdeckung, Handpflückung und präziser Blattverarbeitung.

Highlight:

Über 100 Jahre alter Familienbetrieb aus Yame, vielfach prämiert seit 1947 und besonders bekannt für handgepflückten Yame Dento Hon Gyokuro.

Yame Tee aus Fukuoka: Der Kumaen Teegarten

Der Kumaen Teegarten liegt in Yame, im Süden der japanischen Präfektur Fukuoka. Die Region zählt zu den wichtigsten Herkunftsgebieten für hochwertigen japanischen Grüntee und ist besonders für Gyokuro bekannt. Seit über 100 Jahren baut die Familie Kuma hier Tee an.

Die Teefelder liegen in bergiger Umgebung auf rund 300 Metern Höhe. Warme Tage, kühle Nächte, Morgennebel und hohe Niederschläge schaffen Bedingungen, unter denen die Teepflanzen langsam und gleichmäßig wachsen. Dieses Klima prägt den typischen Charakter von Yame Tee: weich, tief, rund und mit ausgeprägtem Umami.

Teemeister Masahiru Kuma prüft Tee von Hand für Gyokuro Sencha und japanischen Grüntee

Terroir in Yame: Bergklima, Nebel und langsames Wachstum

Interessant ist der Boden des Kumaen Teegartens: In den Feldern finden sich metamorphe Gesteine wie Phyllit, kristalliner Schiefer und glitzernde Feldspatgesteine. Über die Jahrhunderte verwittern diese Gesteine zu eher kalkarmen und sauren Böden mit einem pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5.

Das ist wichtig, denn Tee liebt Feuchtigkeit, verträgt aber keine Staunässe. Das Wasser kann in diesen Böden gut abfließen, während die Pflanzen gleichzeitig in einer kargen, mineralisch geprägten Umgebung wurzeln. Dadurch wächst der Tee langsamer und die Wurzeln müssen auf der Suche nach Nährstoffen tiefer in den Boden und in feine Gesteinsspalten vordringen.

Genau diese Kombination aus Feuchtigkeit, Drainage, mineralischem Untergrund und langsamem Wachstum prägt den Charakter der Kumaen Tees. Die Blätter erhalten dadurch mehr Umami und ein komplexes Geschmacksprofil, das sich deutlich von anderen Teegärten unterscheidet.

Teemeister Masahiru Kuma im Kumaen Teegarten im beschatteten Gyokuro Teefeld mit Sohn
Yame Gyokuro Tee Blätter, frisch geerntet, liegen in der Hand des Teemeisters im Kumaen Teegarten

Masahiro Kuma: Teemeister für prämierten Yame Gyokuro

Masahiro Kuma prägt heute als Teemeister die Qualität des Kumaen Teegartens. Er wurde 1979 in Yame geboren und übernahm den Familienbetrieb bereits mit 23 Jahren. Sein Name steht vor allem für Yame Gyokuro auf höchstem Niveau. Seine Stärke liegt in der präzisen Verbindung aus Erfahrung, Handgefühl und einem tiefen Verständnis für die Teepflanze. Allein durchs Fühlen erkennt er, wie viel Feuchtigkeit noch im Blatt ist, wie weit die Trocknung fortgeschritten ist und wann der nächste Verarbeitungsschritt beginnen muss.

Traditioneller Gyokuro aus Yame: Beschattung mit Stroh und Handpflückung

Die wichtigste Spezialität des Kumaen Teegartens ist Yame Dento Hon Gyokuro. Der Tee wird ganz nach traditionellen Methoden hergestellt. Die Teepflanzen werden vor der Ernte mit Strohmatten beschattet. So wachsen die jungen Blätter unter reduziertem Licht weiter und entwickeln erst dadurch ihre Umami-Aromatik.

Die Ernte erfolgt für diesen besonderen Gyokuro von Hand. Gepflückt werden nur die jungen Triebe, eine Knospe und zwei Blätter. Die große Mühe zahlt sich aus: Seit vielen Jahrzehnten zählt der Kumaen Yame Dento Hon Gyokuro zu den national und international höchstprämierten japanischen Tees.

Japanischer Sencha aus Yame

Neben Gyokuro produziert Kumaen auch hochwertigen Sencha. Während Gyokuro durch Beschattung, Tiefe und Körper geprägt ist, zeigt der unbeschattete Sencha eine klare, elegante Seite mit feiner grasiger Note und Umami. Kumaen nutzt für seine Variante den Okuyutaka Kultivar, der besonders reich ist an Umami ist, wenig bitter schmeckt und eine natürliche Süße besitzt. 

Zudem stellt er eine zweite, tiefgedämpfte Sencha Variante her (Fukamushi), die viel Körper in die Tasse bringt, satter und voluminöser schmeckt.

Matcha aus Yame: Saemidori, Tana Beschattung und feine Süße

Auch Matcha gehört zu den begehrten Sorten des Kumaen Teegartens. Grundlage dafür ist Tencha, also beschattetes Blattmaterial, das nach der Ernte schonend verarbeitet und später in Granitmühlen fein vermahlen wird.

Seinen aus dem Saemidori Kultivar hergestellten Matcha lässt Masahiro Kuma für 30 Tage lang beschattet (Tana-Shading). Der Kumaen Matcha schmeckt außergewöhnlich cremig mit einer langanhaltenden feinen Süße.

Kultivare im Kumaen Teegarten

Neben den bereits genannten Sorten und Kultivaren arbeitet Kumaen unter anderem auch mit Okumidori, Okuyutaka, Tsuyuhikari, Asatsuyu und Kirari 31. Auch stellt er Wakocha-Schwarztee aus Japan her.

Jeder Kultivar reagiert anders aufs Klima, den speziellen Boden, Beschattung und Verarbeitung. Manche Kultivare bringen besonders viel Duft, andere mehr Tiefe, Süße oder Struktur. Bei Kumaen wird deshalb genau entschieden, welche Pflanze zu welcher Parzelle und zu welchem Tee passt. Das Ergebnis sind ausbalancierte Teespezialitäten mit klarer Handschrift.

Teefeld im Kumaen Teegarten in Fukuoka mit Strohballen
Teefeld für Yame Tee aus Fukuoka im prämierten Kumaen Teegarten

Prämierter Tee aus Yame: Ausgezeichnet seit 1950

Die Qualität des Kumaen Teegartens zeigt sich nicht nur im Geschmack der Tees, sondern auch in einer außergewöhnlich langen Auszeichnungshistorie. Bereits 1950 wurde die Familie Kuma beim Nationalen Teeherstellungswettbewerb in den Kategorien Gyokuro und Sencha prämiert. Weitere wichtige Erfolge folgten 1967 und 1979 mit ersten Preisen in der Gyokuro Kategorie. Damit ist Kumaen kein Teegarten mit einem einzelnen großen Erfolg, sondern ein Familienbetrieb, dessen handwerkliche Qualität über mehrere Generationen hinweg sichtbar wird.

Besonders herausragend ist der Erfolg von Masahiro Kuma im Jahr 2017. Beim 71. Nationalen Teeherstellungswettbewerb gewann er in der Gyokuro Kategorie den höchsten Rang. Dieser Preis gilt als einer der wichtigsten Belege für die Spitzenqualität seines Yame Dento Hon Gyokuro. Auch in den Jahren davor und danach wurde Masahiro Kuma mehrfach in der Gyokuro Kategorie ausgezeichnet.

In jüngerer Zeit kamen internationale Anerkennungen hinzu. Kumaen erhielt Auszeichnungen beim Japan Tea Award sowie bei der Japanese Tea Selection Paris, unter anderem für Matcha und Gyokuro, Fukamushi Tee, Gyokuro und handgerollten Tee sowie japanischen Schwarztee. Diese Breite zeigt, dass Kumaen nicht nur bei traditionellem Yame Gyokuro überzeugt, sondern auch andere japanische Teestile auf hohem Niveau beherrscht.

Lass dich von den Tees von Masahiro Kuma begeistern und finde heraus, welche Facette des Kumaen Teegartens am besten zu deinem Geschmack passt.

Entdecke Tee aus dem Kumaen-Teegarten



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